Michael Meinel, Jan Linxweiler, January 20, 2025
Die Ausschreibung der Klaus Tschira Stiftung zum Thema „Software in der naturwissenschaftlichen Forschung“ endete im Mai 2024. Einige Mitglieder von de-RSE konnten mit ihren Projektideen die Stiftung überzeugen.
Dazu zählt das Projekt „FutuRSI: Konzeption und Anlaufphase eines deutschen Forschungssoftware-Instituts“. Es hat zum Ziel, eine prototypische Service-Organisation für Research Software Engineering mit verteilten Teams für ein bundesweites, föderales Angebot zu entwickeln. Dabei werden die gewonnenen Erfahrungen genutzt, um ein Konzept für die einzelnen Arbeitsschritte zu erstellen, die für den prototypischen Aufbau einer deutschlandweiten Organisation notwendig sind. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Entwicklung der Struktur bottom-up und iterativ gestaltet und Stakeholder aus Wissenschaft und Politik frühzeitig und kontinuierlich eingebunden. Teil des Konzepts ist auch eine Machbarkeitsstudie und ein Vorschlag für eine Organisationsstruktur. Das FutuRSI-Projekt wird von einem Konsortium aus sechs Institutionen in Deutschland durchgeführt und startet im April 2025. Neben dem de-RSE Verein sind auch das Forschungszentrum Jülich (FZJ), die Gesellschaft für Informatik (GI), das Helmholtzzentrum Dresden Rossendorf (HZDR), das Kompetenzzentrum Digitale Forschung (zedif) der Universität Jena und die SUB Göttingen an dem Projekt beteiligt.
In Kooperation des de-RSE Vereins mit der Fachgruppe RSE der GI sind zudem zwei weitere erfolgreiche Projektanträge entstanden. Eines der Projekte zielt darauf ab, ein RSE Master-Programm zu entwickeln, während das andere dem Thema “Award” im RSE Kontext gewidmet ist. Der Antrag “Ausgezeichnete Forschungssoftware (RSE-Award)” verfolgt das Ziel, die Qualität und Sichtbarkeit von Forschungssoftware durch einen RSE-Award zu fördern. Die Auszeichnung soll Anreize für qualitativ hochwertige Softwareentwicklung schaffen, Best Practices hervorheben und die RSE-Community stärken. Das Projekt “Research Software Engineering Master” zielt wiederum darauf ab, einen spezialisierten Masterstudiengang für Research Software Engineering (RSE) zu entwickeln. Es soll ein Referenz-Curriculum erstellt, in bestehenden Studiengängen erprobt und langfristig zur Etablierung offizieller RSE-Abschlüsse genutzt werden. Das Projekt wird u.a. in enger Kooperation mit dem gemeinsamen Arbeitskreis “Teaching RSE” von de-RSE und GI durchgeführt.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.